• ulfschumann

Mit seinem Blog (ein wenig) Geld verdienen

Aktualisiert: 21. Aug.


Mit der VG Wort Geld verdienen

Den textbauer-Blog betreibe ich schon seit 2015, seit gut drei Jahren versuche ich, möglichst einen neuen Beitrag im Monat zu veröffentlichen. Warum ich das mache? Zum einen, um den Lesern einen Mehrwert zu verschaffen. Zudem möchte ich natürlich meine Kompetenzen zeigen und dadurch auch neue Kunden gewinnen. Meine Sichtbarkeit im Netz erhöht sich, Google rankt mich weiter oben, was wieder neue Leser auf die Seite lockt. Und es gibt noch einen Vorteil: Ich kann dadurch ein wenig Geld verdienen. Wie das geht? Da kommt die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) ins Spiel.

Die VG Wort sitzt in München und ist für die Tantiemen-Verwaltung aus Zweitverwertungsrechten von „Sprachwerken“ zuständig. Vereinfacht gesagt: Die Gesellschaft bekommt Geld für die Ausleihe von Büchern in Bibliotheken, durch Lesezirkel, Pressespiegel, Nachdrucke in Schulbüchern und vor allem durch Betreiber von Kopiergeräten. Und das eingenommene Geld verteilt sie an Autoren – und eben auch an Blogger.


Zugriffszahlen im Blick behalten


Im Sommer 2021 stellte ich fest, dass die Zugriffszahlen auf meiner Seite plötzlich durch die Decke gingen. Na ja, zumindest stiegen sie auffällig an. Vor allem der Blog-Artikel „Die wörtliche Rede“ wurde jetzt täglich bis zu 20-mal aufgerufen. Bei bestimmten Suchkombinationen wie „eingeschobener Begleitsatz wörtliche Rede“ stand mein Artikel auf Platz 1 der Google-Suche. Ähnlich verhält es sich inzwischen bei den Artikeln Aufzählungen richtig gemacht “ und So weit oder soweit?“. Irgendetwas musste ich richtig gemacht haben bei der SEO-Arbeit (Search Engine Optimization). Es lohnt sich also, Google Analytics zu verwenden, um seine Zugriffszahlen im Blick zu behalten. So wurde es Zeit, die infrage kommenden Artikel VG-Wort-kompatibel zu machen.

Um Artikel melden zu können, müssen diese bestimmte Kriterien erfüllen: Sie müssen frei zugänglich sein, sie müssen mindestens 1.800 Zeichen lang sein (inkl. Leerzeichen) und sie müssen mindestens 1.500-mal in einem Kalenderjahr in Deutschland aufgerufen worden sein.


Wahrnehmungsvertrag abschließen


Wenn ich als Blogger Tantiemen von der VG Wort abgreifen will, muss ich mich zunächst registrieren und einen „Wahrnehmungsvertrag“ abschließen. Der Wahrnehmungsvertrag wird mit der guten alten Post nach München geschickt und dann heißt es warten. Wenn die Bestätigung nach ein paar Monaten erfolgt ist, kann man sich im System der VG Wort anmelden und eine Datei mit Zählpixeln herunterladen. Diese Pixel müssen in die entsprechenden Artikel eingebaut werden, damit kann die VG Wort nachvollziehen, ob die notwendige Besucherzahl erreicht wurde. Bei Websites, die mit Wordpress erstellt wurden, können die Pixel mit dem Plugin Prosodia komfortabel eingebaut werden. Bei anderen Systemen wie Jimdo (mit dem ich diese Seite gebaut habe) werden die Pixel per html-Code eingefügt. Über das T.O.M.-System (Texte Online Melden) der VG Wort könnt ihr kontrollieren, ob die Codes erkannt werden, das sollte jeweils nach ein paar Tagen der Fall sein. Unbedingt solltet ihr euch notieren, welcher Pixel welchem Artikel zugeordnet wurde. Auch wichtig ist es, eure Datenschutzerklärung zu ergänzen.

Meldung einreichen

Wenn euere Beiträge die notwendige Besucherzahl erreicht haben, erinnert euch die VG Wort zu Beginn des Folgejahres, die Beiträge im System T.O.M. zu melden. Dazu müsst ihr die Überschrift, den Text und die URL angeben. Dann heißt es wieder warten und im Oktober werden die Tantiemen ausgeschüttet. 2020 Jahr waren es 45 Euro pro Beitrag und seit Jahren steigt der Betrag kontinuierlich an. Im nächsten Jahr müsst ihr übrigens nur die neuen Artikel melden, bereits gemeldete kommen automatisch wieder in die nächste Runde. Der Aufwand lohnt sich also durchaus: Hattet ihr 2020 zehn Artikel mit den nötigen Zugriffen, gab es immerhin 450 Euro! Und vielleicht klingelt die Kasse bei diesem Artikel auch irgendwann.



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