Wo gehört die Fußnote hin?

Fußnoten richtig zu setzen, fällt manchem schwer, sogar Personen mit Doktortitel, wie ich erst kürzlich festgestellt habe. Dabei ist es für eine saubere wissenschaftliche Arbeit äußerst wichtig, die hochgestellten Zahlen richtig zu positionieren. Es sind aber nicht nur Zitate, die mit einer Fußnote versehen werden. Der amerikanische Autor David Foster Wallace war berüchtigt dafür, dass sich seine Fußnotentexte gerne über zwei komplette Seiten zogen, die mehr Platz einnahmen als der eigentliche Fließtext. Dieses Stilmittel sollte aber nicht unbedingt kopiert werden!

Wann setze ich Fußnoten?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, warum man Fußnoten setzten sollte: um etwas zu belegen mit einem Literaturhinweis bzw. -beleg, um auf weiterführende Literatur aufmerksam zu machen oder um einen Begriff oder einen Zusammenhang näher zu erläutern – und wenn diese Erläuterung vom eigentlichen Text zu weit wegführt.

 

Beachte Folgendes:

  • Fußnoten sind fortlaufend nummeriert. Dein Textverarbeitungsprogramm beherrscht das automatisch, also bitte nicht händisch setzen! Auch wenn du später noch eine Fußnote einfügst, zählt das Programm alles automatisch neu.
  • Die Fußnote ist eine hochgestellte Ziffer, die ohne Leerzeichen an die richtige Stelle gesetzt wird.
  • Der eigentliche Fußnotenapparat folgt am Ende der Seite und wird durch einen Trennstrich abgesetzt. Hier sollte eine kleinere Schrift verwendet werden und ein einfacher Zeilenabstand.

Wo setzte ich die Fußnoten?

Hierüber herrscht immer wieder große Unsicherheit, dabei ist es gar nicht so schwer, die Fußnoten an die richtige Stelle zu setzen.

 

Beispiele (bitte nicht ernst nehmen!): 

 

Enten schwimmen aufgrund des Salzgehaltes im Wasser oben.3

 

Wenn ich diese Aussage belegen will, setzte ich die Fußnote ans Ende der Aussage. Also nach dem Punkt.

 

 

Meier-Göppel schreibt in seinem wegweisenden Beitrag, dass „Enten immer auf der Wasseroberfläche schwimmen aufgrund des Salzgehaltes im Meer3.

 

Hier belege ich nur das Zitat, und das endet mit den abschließenden Anführungsstrichen. Also wird danach die Fußnote gesetzt, aber vor dem Punkt, der den ganzen Satz abschließt.

 

 

Meier-Göppel3 schreibt in seinem wegweisenden Beitrag, dass „Enten immer auf der Wasseroberfläche schwimmen aufgrund des Salzgehaltes im Meer4.

 

Wenn ich zusätzlich erklären möchte, dass Meier-Göppel seit 45 Jahren der führende Entenforscher ist, setzte ich die Fußnote direkt nach dem Namen. Die andere Fußnote bleibt so wie oben beschrieben, nur dass aus der 3 eine 4 wird.

 

 

Meier-Göppel (auch ein Experte in Fragen der Limakologie)3 ist anderer Ansicht.

 

Wenn ich belegen möchte, dass Meier-Göppel auch ein Schnecken-Experte ist, dann steht die Fußnote in diesem Beispiel nach der Klammer. Ich belege also die Aussage, die sich in der Klammer befindet.

 

 

Meier-Göppel (auch ein Experte in Fragen der Limakologie3) ist anderer Ansicht.

 

Hier ist die Fußnote vor die Klammer gewandert und steht nach dem Wort Limakologie. So kann ich das Fremdwort im Fußnotenapparat erklären – aber nicht belegen, dass Meier-Göppel ein Schnecken-Experte ist

 

 

Meier-Göppel (auch ein Experte in Fragen der Limakologie3)4 ist anderer Ansicht.

 

Und wenn ich sowohl das Fremdwort erklären möchte als auch belegen will, dass Meier-Göppel ein Schnecken-Experte ist – dann setze ich eben zwei Fußnoten an die entsprechenden Stellen.

 

Fußnotenapparat

Und im eigentlichen Fußnotenapparat? Eingeleitet wird jede Fußnote mit der entsprechenden hochgestellten Ziffer. Es folgt ein Leerzeichen, dann der eigentliche Text.

 

Limakologie (lat.) = Schneckenkunde.

 

Hier gelten natürlich auch die Rechtschreibregeln: Fußnoten werden mit einem Satzzeichen abgeschlossen, auch Literaturhinweise. Die Form der Literaturhinweise kann sehr unterschiedlich sein – meist gibt es Vorgaben je nach Universität oder Auftraggeber. Alle Möglichkeiten durchzusprechen, würde an dieser Stelle aber zu weit führen – Stoff für einen weiteren Artikel!

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